Trainingspläne, ein Laufband mit eigenem Kopf und sehr viele schnelle Kinderbeine.

Es gibt Läufe, bei denen man schon vor dem Start weiß, dass sie besonders werden. Der Luftschifflauf am 4. Oktober 2026 war so einer. Gelaufen wird nicht durch die Innenstadt, sondern über Vorfeld, Rollbahn und Startbahn des Flughafens Essen/Mülheim. Das Ziel liegt im Hangar, direkt unter dem Zeppelin. Wer da nicht ein bisschen Gänsehaut bekommt, hat vermutlich die Startnummer falsch herum angesteckt.
Ich war mit Laufzeit+ als offizieller Kooperationspartner dabei. Hier ist mein Rückblick.
Für die Vorbereitung habe ich Trainingspläne für beide Distanzen geschrieben: für die 5 km über acht Wochen, für die 10 km über zehn Wochen. Beide gab es mit 3 oder 4 Trainingstagen pro Woche, damit sie in möglichst viele Wochen mit Job, Familie und allem anderen passen.
Aufgebaut sind die Pläne wie meine individuellen Pläne: viel ruhige Grundlage, gezielte Tempoeinheiten, Intervalle mit Gehpausen und genug Erholung. Das Ziel war nicht, alle in acht Wochen zur Bestzeit zu prügeln. Das Ziel war, dass alle gesund und mit einem guten Gefühl an der Startlinie stehen. Wer schon einmal mit einer gereizten Achillessehne an einem Start stand, weiß, wie viel wertvoller das ist.


Am Lauftag stand an meinem Stand ein Laufband, und das hatte klare Vorstellungen: maximal 20 km/h, also 3:00 min/km. Die Frage war einfach: Wer hält mit?
Der Ablauf für Erwachsene: Start bei 10 km/h, alle 20 Sekunden wird das Band um 1 km/h schneller, bis 20 km/h. Das sind elf Stufen in gut dreieinhalb Minuten. Klingt kurz. Ist es auch, bis etwa Stufe sieben. Danach wird jede Sekunde sehr persönlich.
Weil beim Luftschifflauf auch die Jüngsten über 400 m, 800 m und 3000 m an den Start gingen, gab es eine eigene Kinder-Challenge: gleiches Prinzip, von 8 bis 18 km/h. Und ich muss ehrlich sagen: Die Kinder waren mit einer Begeisterung dabei, die ich mir bei manchen Intervalleinheiten von Erwachsenen wünschen würde. Einige hatten das Rennen gerade hinter sich und wollten trotzdem sofort aufs Band. Regeneration wird offenbar überbewertet, wenn man neun ist.
Wer die Challenge gemeistert hat, landete im Lostopf. Verlost habe ich drei Laufzeit+ Checks.

Das Laufband war der Hingucker, aber die besten Momente waren die Gespräche dazwischen. Fragen wie „Warum werde ich einfach nicht schneller?“ oder „Ist mein Puls zu hoch?“ höre ich an solchen Tagen dutzendfach. Die Antwort ist fast immer dieselbe: Du läufst deine ruhigen Läufe zu schnell. Mehr dazu habe ich in meinem Artikel Warum langsam laufen schneller macht aufgeschrieben.
Genau dafür gibt es Laufzeit+: herausfinden, wo deine persönlichen Bereiche liegen, und dann nach Herzfrequenz trainieren. Nachhaltig, gesund und so, dass es zu deinem Alltag passt.

Ein großes Dankeschön an Marathon und Triathlon Mülheim e. V. für die Zusammenarbeit und einen Lauf, der seinesgleichen sucht. Danke an alle, die mit meinen Plänen trainiert haben, an alle, die sich aufs Band getraut haben, und an die Kinder, die mich mit ihrer Energie müder gemacht haben als jede Challenge.
Wenn du deinen Lauf, deinen Verein oder deine Laufgruppe mit Trainingsplänen oder einem Laufzeit+ Stand unterstützen möchtest, schau gerne auf meiner Luftschifflauf-Seite vorbei oder schreib mir über das Kontaktformular.
Bis zum nächsten Mal am Hangar.
Tobi, Laufzeit+